Die Informatik stellt seit langem einen zentralen Bereich in meinem Leben dar.
Schon als kleines Kind hatte ich einen Hang zur Technik. Verwandte brachten uns ausrangierte Elektrogeräte vorbei, die ich spielerisch in ihre Bestandteile zerlegte und imaginär reparierte. Meine Eltern hatten damals darunter gelitten, dass ich regelmäßig die gesamte Wohnung verkabelte.
Diese Faszination an der Technik wurde noch gesteigert, als meine Eltern einen PC mit 66 Mhz Leistung und Windows 3.11 als Betriebssystem anschufen. Da auch ich als damaliges Kind mit diesem Computer rudimentär umgehen konnte, wuchs meine Begeisterung für diese neue Technik. Das hatten die schon vorher bei uns vorhandenen Schneider-Computer bis dahin nicht geschafft.
Später, in der Sekundarstufe I der Schule, begann ich wie viele Einsteiger mit dem erstellen von Internetseiten. Dabei konnte ich erste Einblicke in die Funktionsweise des Internets und der Computerkommunikation erhalten. Während es damals bei einfachen HTML-Seiten blieb, habe ich seitdem meine Kenntnisse stetig erweitern. Heute programmiere ich dynamische Webseiten mit PHP und MySql, Smarty-Templates und Benutzerinteraktionen. Auch CMS-Systeme sind für mich kein Neuland, da ich mit einem Freund eine lokale Community betreibe und das dafür installierte CMS warte, erweitere und administriere.
In der 9. Klasse der Sekundarstufe I erhielt ich in der Schule die Möglichkeit am Informatikunterricht teil zu nehmen. Diese Chance ließ ich natürlich nicht ungenutzt. In Informatik stand anfangs eine Einführung in Datenbanken auf dem Lehrplan, welche in Form von Microsoft Office (Word und Access) gegeben wurde. Danach folgte die, von mir damals ja schon beherrschte, Erstellung von einfachen Webseiten, die mir die Möglichkeit gab mit meinem Wissen zu glänzen.
Interessant wurde es, als man uns die Grundlagen von C++ beibrachte. Der Unterrichtsinhalt begann bei simplen Konsolenanwendungen und endete bei GUI-Anwendungen, die mit dem C++-Builder von, damals, Borland. Dabei ging mein Interesse jedoch stets über das im Unterricht vermittelte hinaus. Aufgrund dessen nutzte ich das Internet um meine Wissensbasis zu erweitern, um beispielsweise Menüs und Dateioperationen in den Konsolenanwendungen zu realisieren. Dieses zusätzliche Wissen kam mir wie die unbändige Neugier auch im Unterricht zu Gute: von Anfang Klasse 9 bis Ende Klasse 10 entsprach meine Benotung immer Note 1, sehr gut.
Heute nehmen die Spielereien von damals eine andere Gestalt an. Die Geräte, die ich heute auseinander- und zusammenbaue funktionieren tatsächlich. Computer- und Netzwerksysteme zusammenzustellen, zu installieren und zu warten gehört in meinem Haushalt schon lange zu meinen Aufgaben, denen ich mit Sorgfalt und Begeisterung nachkomme. Auch war mir dank dem Informatikunterricht mit der Programmiersprache C++ ein idealer Einstieg in die Welt der Programmierung vergönnt. Aufgrund der Ähnlichkeit war es mir ein Leichtes, mich in PHP zurecht zu finden. Ich experimentierte weiterhin mit den Möglichkeiten, die mir C++, PHP und der C++-Builder boten. Dank der Ähnlichkeit fiel mir auch der Einstieg in Java nicht schwer.
Um mir jedoch das Leben leichter zu machen, tauschte ich C++ gegen Visual Basic als meine primäre Programmiersprache ein, da dies einfach, verständlich und für meine Zwecke ausreichend ist. Dadurch wurde Microsofts Visual Studio zur IDE meiner Wahl.
Mit der Anschaffung eines PDAs mit Windows Mobile als Betriebssystem fing ich an, auch für dieses Programme zu erstellen, was dank Visual Studio und Basic kein Problem für mich darstellte. Auch die Kommunikation von PC und PDA bewältigte ich bereits, sowohl per Wireless-Lan als auch über Bluetooth.
Parallel dazu habe ich mich schon früh mit Linux, hauptsächlich als File-, Web- und Datenbankserver, beschäftigt. Ich habe mir den Zugang dazu selbstständig erarbeitet. Installation und Wartung solcher Systeme sind mir also ebenfalls nicht neu. Im Zuge der .net-Programmierung unter Windows habe ich mich mit Mono unter Linux befasst und kleine Programme in C# geschrieben. C# erschloss sich mir ebenfalls sehr schnell, da es quasi die Synthese aus Basic, C++ und Java darstellen soll und somit syntaktisch keine Schwierigkeiten bereitete.